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In der DHV-Info entdeckten wir letztes Jahr einen Bericht über ein Jugenddrachenfliegerlager. Schon immer wollten wir in die Luft, am liebsten ohne Motor und möglichst hautnah. So war für uns klar: Beim nächsten Jugendlager des Hamburger Drachenfliegerverbandes sind wir dabei.
Nach einem Telefongespräch stand fest, wir können am Jugendlager teilnehmen. Da wir beide erst gerade 15 und 17 Jahre alt geworden sind, fuhren unsere Eltern uns zum Flugplatz Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern.
Dort angekommen wurde wir gleich herzlichst von Axel Eckardt, unserem Lehrer für die kommende Woche und acht anderen flugbegeisterten Jugendlichen begrüßt. Besonders erwähnenswert sind noch 5 freiwillige Helfer, die uns die ganze Woche über unterstützt haben.
Bei schönstem Wetter begannen wir mit dem Aufbau unserer Zelte
sowie einer großen Gemeinschaftsjurte.
Zum Fliegen kamen wir erst am nächsten Morgen, dafür mussten wir aber schon um 6 Uhr aufstehen!!! Denn ruhige Flugbedingungen gibt es in unseren Breiten nur am Morgen und am Abend und das ist zum Üben schon sehr hilfreich.
Hier im hohen Norden, im Flachland benötigen wir zum Hochziehen des Drachens eine Winde. Wir Schüler erlernen das Fliegen im Doppelsitzer.
Dabei liegt der Fluglehrer, also Axel über uns, wobei wir von unten an der Basis steuern. Besonders an diesem Doppelsitzer schätzten wir, dass wir schon bei unseren ersten Flugversuchen hoch hinaus kamen und sofort auch mitsteuern durften. So fühlten wir uns schon relativ früh wie richtige Piloten.
Im Mittelpunkt unseres Tagesablaufs stand natürlich das Fliegen zwischen 7 und 10 Uhr morgens und 17 und 22 Uhr am Abend. Mit Sonnenuntergang musste dann der letzte Flieger am Boden sein. War man nicht in der Luft, konnte man an der Winde helfen, mit dem Lepo (Windenfahrzeug) das Schleppseil zurückholen oder beim Start helfen.
Aber am entspanntesten war es einfach nur in die Luft zu schauen, denn in Neustadt-Glewe war so ziemlich alles zu sehen: Segelflieger, Fallschirmspringer, Hubschrauber, Motorschirme und zahlreiche Sportmaschinen und natürlich uns die Drachen- und Gleitschirmflieger.

Zwischendurch gab es Theorie-Unterricht im Freien mit viel Wetterkunde, wurde gefachsimpelt und zusammen gekocht und gegessen. Nach dem Essen wurde noch oft in der Jurte bis spät in die Nacht gelacht und gequatscht.
An den wenigen Schlechtwettertagen hatten wir auch viel Spaß mit den anderen Teilnehmern beim Kanufahren oder beim Schwimmbadbesuch in Wismar.
Insgesamt war es eine super Woche, wir haben viele nette Flugbegeisterte kennen gelernt, einen sehr netten, geduldigen und engagierten Fluglehrer gehabt und jede Menge Unterstützung durch Helmut, Detlev, Piet, Klaus und Olaf erhalten. Herzlichen Dank an Euch alle. Wir hoffen, wir sehen Euch spätestens beim nächsten Lager wieder!!!!!!!!
Herzliche Grüße von Till und Hans