Windenstart
Das übliche Startverfahren im Flachland ist der Windenschlepp. Eine Motorwinde zieht den Piloten an einem etwa 1000m langen Seil bis auf 300-400m Höhe.
Damit das sicher klappt, ist die Zusammenarbeit zwischen Pilot, Startleiter und Windenfahrer klar geregelt:
- Ein Seilrückholer bringt die beiden Seile von der Winde zur Startstelle. Der Startleiter legt die Seile bereit.
- Der Pilot macht sein Gerät und sich selbst startbereit und meldet sich beim Startleiter an.

- Der Startleiter sagt dem Windenführer per Funk durch, wer als nächstes geschleppt wird, mit welchem Gerät und wieviel Gewicht.
- Meldet sich der Pilot startklar, wird dies dem Windenführer übermittelt, damit er seine Winde startbereit macht.
- Zusätzlich hält der Startleiter die Augen offen. Ist die Schleppstrecke frei? Ist der Pilot sicher mit dem Fluggerät und dem Seil verbunden? Erlaubt der Wind einen sicheren Start?
- Im geeigneten Moment gibt der Pilot das Start-Kommando.
- Der Startleiter übermittelt das Startkommando und die Winde zieht an. Bei Gleitschirmen zunächst ganz sanft, damit der Schirm sauber über den Piloten kommt.
Erst wenn der Pilot den Schirm kontrolliert hat, gibt er das eigentliche Startkommando und hebt sanft ab.
- Auf maximaler Höhe angekommen, klinkt der Pilot das Seil aus und fliegt z.B. zu einer vermutlichen Thermikquelle.
Der Startleiter und der Windenfahrer beobachten den Piloten während des ganzen Schleppvorgangs. Sollte es zu einem Problem kommen (Motorproblem der Winde, Pilot hält die Richtung nicht), kann der Windenfahrer das Seil mit einem einfachen Hebelzug kappen.